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Der erste Tag. Stellen Sie sich vor, Sie würden von Ihrer Mutter und den Geschwistern weggerissen und ins Unbekannte verschleppt.
Die Hundemama würde den Welpen zunächst an einem sicheren Ort ablegen und alleine die Umgebung erkunden. Ein kuscheliges Körbchen (oder ein Pappkarton) mit einem höheren Rand hinter dem man sich ducken kann ist der richtige Platz für Ihren neuen Freund. Besonders sensible Welpen werden vor Aufregung sehr erschöpft sein und man sollte ihnen für den Rest des Tages möglichst Ruhe gönnen- also keine fremden Kinder und Besuche. Falls der Welpe winselt, ist es gut ihn abzulenken. Natürlich muss er zwischendurch nach draußen gebracht werden um sich zu lösen.

 

Der Schlafplatz. Wenn es dunkel wird fehlen dem Welpen die Geschwister am meisten. Im Rudel schläft die Familie zusammen- die Körpernähe beruhigt und schützt. Ein Welpe gehört vielleicht nicht ins Bett, aber ein Schlafplatz in der Nähe des Bettes, an einem ruhigen, wenig frequentierten Ort ist genau das Richtige.
Der Welpe wird seinen Schlafplatz nur im allergrößten Notfall beschmutzen. Deshalb hat sich hier auch die Unterbringung in einer Box bewährt.

 


Füttern ohne Stress. In der Wildnis finden sich die Hasen für gewöhnlich nicht zur Futterzeit am gewohnten Fressplatz ein. Es ist also nicht notwendig auf regelmäßige Futterzeiten zu achten. (In diesem Alter sollte der Welpe 3x täglich Futter bekommen).
Hat der Welpe mit dem Fressen aufgehört, wird die Schüssel geleert. Keine Ausnahme. In der Natur würden die Hundemutter oder die Geschwister die Reste vertilgen. So gewöhnt sich der Welpe daran, dass Nachfassen und Naschen nicht funktioniert. Außerdem kann sich der Stoffwechsel des kleinen Körpers so besser auf den natürlichen Rhythmus einstellen.

Stubenrein werden. Hunde sind von Natur aus reinliche Wesen. Ab ca. der dritten Lebenswoche verlassen sie Ihr Nest um sich zu lösen. Dort, wo es nach Hinterlassenschaften von Mama und Geschwistern riecht, ist der richtige Platz zum Entleeren.
Nun kommt aber der Welpe in eine menschliche Wohnung- und kein Geruch verrät ihm wo es passieren soll. Bringen sie ihn am Anfang alle zwei Stunden nach draußen- auch nachts, sobald er sich meldet. Tragen Sie ihn auf dem Arm, damit er sein Geschäft nicht schon unterwegs erledigt. Ein Welpe muss nach jedem Schläfchen, nach dem Fressen, nach oder während dem Spielen und wenn er mal kurz alleine war. Wenn er unruhig wird, suchend und schnüffelnd umherläuft, sich in kleinen Kreisen dreht ist es höchste Eisenbahn! Suchen Sie immer dieselbe Stelle auf- irgendwann automatisiert sich das ganze, nach dem Motto: Hier wird immer gepinkelt. 
Und falls doch ein Missgeschick passiert ist? Nicht schimpfen oder strafen. Der Kleine hat es längst vergessen und weiß gar nicht wofür er geschimpft wird. Der Bescherung nicht zuviel Aufmerksamkeit widmen, sonst glaubt der Welpe es so gewünscht. Mit heißem Wasser und einem Geruchskiller (Essigwasser) entfernen, damit die Duftmarke den Kleinen nicht erneut anlockt.

Alleine bleiben. Auch die Hundemama lässt ihre Welpen immer wieder mal alleine. Fangen Sie bereits am zweiten Tag mit dem Training an. Sie müssen aus dem Blickfeld des Welpen verschwinden, z.B. in das Nebenzimmer mit geöffneter Tür. Bevor er ihre Abwesenheit realisiert und negativ bewerten kann, kommen Sie wieder zurück. Das wird dann minutenlang gesteigert bis sie irgendwann die Wohnung verlassen. Je weniger Aufsehen Sie um Ihr Kommen und Gehen machen, desto natürlicher wird Ihr Welpe die Situation empfinden. Also keine Begrüßungszeremonien zelebrieren. Falls der Kleine jault: Kurz auf eine Pause warten. Erst dann zurückkehren, sonst glaubt er, das Jaulen hätte Sie zurückgebracht. Mit 16 Wochen kann ein Welpe schon mal eine Stunde alleine bleiben, soweit seine Bedürfnisse gestillt sind!

Die Rollenverteilung. Im Rudel sind die Rollen klar geregelt. Diese Rollenverteilung überträgt der junge Hund jetzt auf seine Familie.
Erscheinen Sie ihm als Führungspersönlichkeit auf Dauer ungeeignet, wird er seine eigenen Entscheidungen treffen. Nur ein Hund, der sich an Regeln halten kann, fühlt sich auch sicher.
Nehmen Sie deshalb Ihrem Welpen die Entscheidungen ab. Sie entscheiden wann, wo und wie er frisst, spielt, schläft. Beginnen sie alle Spiele und beenden Sie sie auch. Mal gewinnt der Welpe (ganz wichtig: wer will schon spielen, wenn er immer verliert), mal Sie.
Kontrollieren Sie täglich Ohren, Augen und Fell des Welpen. Er wird es vielleicht nicht mögen- aber er ist daran gewöhnt wenn der Tierarztbesuch ansteht. Auch seine Mutter hat ihn geleckt und gesäubert. Lassen Sie sich also von quieken und strampeln nicht irritieren, halten sie ihn SANFT fest und lockern sie den Griff, sobald er ruhig wird. Erst wenn er völlig entspannt ist, darf er wieder auf den Boden.

Auf Ruf erscheinen. In der Natur wird ein Hundekind gar nicht auf die Idee kommen den Ruf der Mutter zu ignorieren- es könnte ein Warnruf sein, der sein Leben retten soll. In der Sozialisierungsphase, zwischen der 8. und 16. Woche, können Sie Ihren Welpen ähnlich perfekt konditionieren.
Hundekinder sind extrem neugierig und lassen sich leicht locken. Rufen Sie seinen Namen aber erst, wenn er auf Sie zukommt und sie sicher sind, dass er nicht vorher abbiegt. Bei Ihnen angekommen, darf ausgiebig gekuschelt uund auch mal mit Futter gelobt werden. Dem Welpen muss sich ins Gehirn einbrennen: Wenn ich komme passiert etwas Wunderbares…

Mit Kindern klarkommen. Hunde sehen in Kindern eine besondere Spezies. Sie bewegen sich eigenartig, riechen, sprechen und reagieren anders. Von einem Welpen werden sie maximal als Gleichrangige akzeptiert.
Generell gehören Welpen nicht in Kinderhände. Schlaf- und Fressplatz sind für Kinder tabu, umgekehrt hat der Welpe im Kinderzimmer wenig bis nichts zu suchen (außer Spielzeug zum Zernagen…) Existenzielle Bedürfnisse wie Füttern und Notdurft sollten in der Verantwortung eines Erwachsenen liegen. Gemeinsames Spielen und Toben bitte nur unter Aufsicht. Sobald der Welpe nach Gliedmaßen des Kindes schnappt wird das Spiel unterbrochen, ein Tabuwort ausgesprochen und der Welpen weggeführt. Dass er nicht mehr spielen darf, ist gerade in seinem Alter Strafe genug…

Nach draußen gehen. Zeigen Sie dem Welpen Eindrücke aus ihrem normalen Leben (aber nicht alle auf einmal). Beginnen Sie in der ersten Woche ganz langsam, z.B. auf der Wiese vor der Haustür 10 bis 15 Minuten spielen- danach ist der Kleine wahrscheinlich „hundemüde“. Legen Sie die Leine nicht erst zum Spazieren gehen an, sondern schon mal vorher: zum Spielen, Füttern, Streicheln. Er lernt so, die Leine mit etwas Angenehmen zu verknüpfen. Falls das Hundekind die Wohnung nicht verlassen will- nehmen Sie es auf den Arm und tragen es ein Stück bis in unbekanntes Terrain (das ist normal). Der Welpe wird Ihnen instinktiv folgen... Nach und nach können Sie die Eindrücke in den nächsten vier Wochen steigern. Bleiben Sie in allen Situationen gelassen- das überträgt sich auf Ihren Welpen und wird ihm später viele Missverständnisse ersparen.
Überfordern Sie Ihr Hundekind nicht mit langen Spaziergängen. Als Ausgleich ist es besser, auf eine Wiese zu gehen und mit dem Welpen zu spielen- so kann er pausieren, wenn er das Bedürfnis danach hat und hat nicht das Gefühl er müsse seinem Rudel folgen, auch wenn er erschöpft ist.

Mit anderen Hunden spielen. In der Natur wäre der Welpe jetzt noch bei seinen Geschwistern, würde mit Ihnen spielen, toben und lernen, wie man sich im Rudel richtig verhält. Sie haben Ihn dort weggeholt und damit das Training des Sozialverhaltens abrupt unterbrochen. Jetzt müssen Sie für Ersatz sorgen. Die beste Lösung ist eine Welpengruppe. Welpen brauchen Kontakt und kontrollierte Rangordnungsspiele, um bei späteren Treffen mit anderen Hunden gelassen und richtig zu reagieren. Lernt ein Hund frühzeitig die Hundesprache, kommt es später auf der Straße nicht zu Missverständnissen und Raufereien. Außerdem findet man dort einen Ansprechpartner für auftretende Fragen und kann wertvolle Tipps erhalten. Suchen Sie Ihre Hundeschule sorgfältig aus! 

Bitte behalten Sie immer im Hinterkopf: Welpen tun nichts aus böser Absicht, sondern weil sie ihre Welt erkunden wollen. Bleiben Sie fair und gelassen. Ausschlaggebend ist letztlich immer der Mensch am anderen Ende der Leine….
Funktioniert etwas nicht, ist es meist eine Frage der Kommunikation. So wie ihr Welpe lernen muss Ihre Sprache zu verstehen, haben auch Sie die Chance die Sprache der Caniden zu erlernen.

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