Welpengruppe
„Gerade das Nächstliegende sieht man nur, wenn man sich unablässig darum bemüht.“ (George Orwell)
Müssen denn Welpen in die Schule? Wozu? Was lernen sie dort? Ist es wirklich sinnvoll, wurden Hunde nicht früher auch alleine groß?
Fragen, die man sich stellt wenn man glücklicher Besitzer ist oder zukünftiger Besitzer eines Welpen werden möchte. Was beinhaltet der Besuch einer Welpengruppe?
Spiel
Im Spiel untereinander lernen Welpen viele nützliche Dinge für ihre Zukunft. Das gesamte Repertoire der hündischen Ausdrucksweise und Verhaltens wird hier geübt und verfeinert. Die Welpen lernen die Mimik des Gegenübers zu deuten, sich angemessen zu verhalten, kleinere Rassen nicht einfach über den Haufen zu rennen, adequat zu reagieren und die Individualdistanz von anderen zu respektieren.
Wären die Welpen noch in der Obhut ihrer Familie, so würden sie dort ganz selbstverständlich das "who is who" und den "Hundeknigge" lernen. Nehmen wir ein Hundekind bei uns auf, so unterbrechen wir aprubt diesen Lernprozess, der normalerweise 24 Stunden am Tag stattfinden würde. Im Spiel mit anderen Welpen- möglichst verschiedener Rassen- können die Welpen den Umgang mit ihresgleichen üben und verfeinern. Viele nützliche Verhaltensweisen also, die Ihnen kein Mensch so detailliert beibringen könnte.
Umgang mit Menschen
Was im Umgang mit anderen Welpen normal ist, passt für das tägliche Miteinander mit Menschen noch lange nicht.
Es ist nicht in Ordnung Kindern auf der Straße das Würstchen aus der Hand zu klauen oder Ihnen mit einem gezielten Sprung Küsse ins Gesicht zu geben. Auch Hosenbeine fangen und sich darin verbeissen ist nicht erwünscht. Stuhlbeine und Sofakissen sind tabu, große und kleine Geschäfte müssen draussen erledigt werden. Welpen sind stets hilfsbereit. Sie werden Sie tatkräftig bei der Gartengestaltung oder bei der neuen Einrichtung ihrer Wohnung unterstützen. Sie haben Spaß am Leben und auch an Ihnen. Manchmal ist es allerdings für das Hundekind nicht nachvollziehbar, warum sie in der einen oder anderen Situation den Spaßfaktor einfach nicht sehen wollen.
Es gibt viel zu lernen für einen kleinen Hund in unserer Gesellschaft. Schließlich soll er irgendwann das größtmögliche Maß an Freiheit genießen können ohne seine Umwelt zu belästigen.
Umwelt
Für ein Hundekind ist zunächst vieles interessant und spannend. Manches aber vielleicht auch beängstigend und unheimlich oder einfach nur nervend. Körperpflege, Tierarztbesuch, andere Tiere, Auto fahren, im Dunkeln spazieren gehen sind nur ein Bruchteil dessen womit der Welpe täglich konfrontiert wird, an die er sich gewöhnen soll und mental verarbeiten muss.
Wie gehe ich mit meinem Hundekind um? Was überfordert es? Wie kann ich meinen Welpen gut für neue Sitautionen vorbereiten oder auch schon vorab damit bekannt machen? Was mache ich im Falle einer Verletzung? Worauf muss ich besonders achten? Was ist bei einem Auslandsaufenthalt beachten? Was gehört zur regelmässigen Körperpflege?
Die Hundeschulen bieten für gewöhnlich die Möglichkeit einer Schnupperstunde an. Schon bevor Ihr neues Familienmitglied bei Ihnen einzieht, haben Sie die Möglichkeit sich verschiedene Hundeschulen anzuschauen und die für Sie passende Welpengruppe zu finden.

















